21. Juli 2016

Neue Ausstellung „Kommunikation“ im Kindermuseum München  

TÜV SÜD Stiftung: Durch Kommunikation für Verständnis sorgen

München. Smartphone, Tablet, Internet: Moderne Kommunikation kommt nicht mehr ohne Elektronik aus. Dass Kommunikation aber viel mehr ist als WhatsApp, Facebook oder YouTube, damit beschäftigt sich die Ausstellung „Alles klar? Wie wir miteinander kommunizieren“, die am 16. Juli 2016 im Münchner Kindermuseum gestartet ist. Projektpartner ist die TÜV SÜD Stiftung.

„Zu wissen, wie Kommunikation genau funktioniert, ist die Grundlage für den bewussten Umgang der Menschen miteinander – und die Spielregeln der Kommunikation zu kennen, ist gerade in der Ära der neuen digitalen Medien enorm wichtig“, sagt Herrmann Mund, Kuratoriumsvorsitzender der TÜV SÜD Stiftung. „Die neue Ausstellung im Kindermuseum München behandelt ein elementares Thema von Kindern und Jugendlichen – und deshalb unterstützen wir dieses Projekt gern“, betont Hermann Mund.

Zentraler Punkt im pädagogischen Konzept von „Kommunikation“ und inzwischen Markenzeichen des Museums im Münchner Hauptbahnhof ist stets die Interaktion. Denn Mitmachen stärkt das Selbstbewusstsein und den kritischen Umgang mit dem eigenen Kommunikationsverhalten. In der neuen Ausstellung können Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf insgesamt 600 Quadratmetern an mehr als 40 Mitmachstationen sowie in Werkstätten und Workshops ausprobieren, was Kommunikation überhaupt ist. Die beiden Mädchen namens Marie, beide zudem sowohl neun Jahre alt als auch aus der 3c der Grundschule Kaufering, hat es vor allem das Mimik-Quiz angetan: „Eine von uns hat Gesichter geschnitten – für Ärger, Wut oder Freude. Die andere musste anschließend das richtige Gefühl erraten. Gar nicht so leicht!“ Wie schwierig Kommunikation sein kann, erfährt ihr Klassenkamerad Gava (12) ganz aktuell. Er lebt erst seit zwei Monaten in Deutschland, seine Muttersprache ist Kurdisch. Gava schlägt sich aber tapfer, als er berichtet: „Das Museum ist cool, weil es hier so viele Spiele und Sachen zum Selbermachen gibt.“ Und nach dem Besuch der Ausstellung weiß Nuri, acht Jahre alt und in der 2. Klasse einer Grundschule in München-Haidhausen, jedenfalls ganz genau, was Kommunikation ist: „Einfach alles, womit ich mich mit anderen Menschen verständigen kann.“

„Das hab’ ich doch gar nicht so gemeint!“

Sprechen & Hören, Mimik & Gestik, Post, Telefon & Internet:  Wie vielfältig Verständigung ist, fasst die neue Ausstellung in drei Themenbereichen zusammen – von der zwischenmenschlichen Kommunikation über die Telekommunikation bis hin zur einseitigen Kommunikation. Wie groß ist eigentlich der Anteil von Sprache, wenn wir uns austauschen? Erstaunlich: Es sind nur etwa drei Prozent. Der Löwenanteil: Gestik, Mimik, Tonfall, aber auch Kleidung oder Schmuck. Spannend deshalb, wenn man im Jugendmuseum an 30 Stationen ausprobieren kann, welche Signale wir – etwa mit Mimik und Körperhaltung – aussenden. Denn wer das Gesamtpaket der Kommunikation beherrscht, beugt Missverständnissen vor und wird besser verstanden.

Houston, wir haben ein Problem

Wie man Botschaften über große Entfernungen übermittelt – damit beschäftigt sich das Kapitel Telekommunikation. Wie unterscheidet sich der technisch unterstützte von zwischenmenschlichem Austausch? An zehn Stationen können Besucher in die Geschichte der Telekommunikation eintauchen, geheime Botschaften senden, Telegrafen, Fernschreiber ausprobieren oder Bilder faxen sowie in der Zukunftswerkstatt Ideen entwickeln – Ideen für die Zeit nach Twitter, Facebook und WhatsApp.

Da weiß man, was man hat

Welche kommunikativen Kniffe es braucht, um Botschaften, wie beispielsweise in der Werbung, gezielt und mit der richtigen Wirkung beim Empfänger ankommen zu lassen, das ist der Inhalt des Kapitels „einseitige Kommunikation“.  Auch hier ist wieder voller Einsatz der Besucher gefragt: Plakate gestalten, Gemälde verändern, Bildgeschichten erfinden, Filme schneiden oder Piktogramme erstellen – alles zusammen vermittelt Kindern und Erwachsenen wie generell allen Empfängern ein gutes Gespür dafür, Botschaften differenziert wahrzunehmen.

Die Ausstellung „Alles klar? Wie wir miteinander kommunizieren“ im Kindermuseum München startet am 18. Juli 2016 und läuft ein Jahr.  Weitere Informationen unter www.kindermuseum-muenchen.de

Bildunterschrift: Ohne Worte: Diese Art der Kommunikation gefiel den beiden Mädchen namens Marie als „Pantomiminnen“ in der Ausstellung besonders gut.

Hinweis für Redaktionen: Die Bilder stehen in der Bilddatenbank unter der Rubrik „Aktuelles & Veranstaltungen“ zum Download bereit: www.tuev-sued.de/pressefotos