TÜV SÜD Stiftung: Ingenieure lernen schon immer von der Natur

München. Was beispielsweise Autokonstrukteure von Pinguinen lernen können, das zeigt ab November 2013 die Sonderausstellung Bionik im TECHNOSEUM in Mannheim. Für Technik und Naturwissenschaften zu begeistern, das hat sich auch die TÜV SÜD Stiftung auf die Fahnen geschrieben. Besonderer Schwerpunkt: die Lehrerausbildung. Ein wichtiger Baustein auch im pädagogischen Konzept des TECHNOSEUMS. Keine Frage also, dass die TÜV SÜD Stiftung die Bionik-Ausstellung unterstützt, die bis Ende 2014 läuft.

Ausstellung Bionik im Technoseum Mannheim

„Saugnäpfe, Klettverschluss, Lotusprinzip – Lösungen von der Natur abzuschauen und von ihr zu lernen – das ist die originäre Herangehensweise jeden Technikers“, sagt Dr. Ernst Schön, Vorsitzender der TÜV SÜD Stiftung. „Die Bionik-Ausstellung setzt auf Mitmachen und Erfahren – eine prima Sache, die wir gerne unterstützen“, betonte Dr. Schön bei der Ausstellungseröffnung am heutigen Dienstag. Denn die Bionik-Ausstellung zeigt nicht nur Exponate und erklärt die Zusammenhänge zwischen Natur und Technik. Interaktion ist ein zentraler Bestandteil der Ausstellungskonzeption. „Strömungsbilder von einem Pinguin und einem Auto sind schnell vergessen. Selbst zu spüren, wie man mit der eigenen Körperhaltung die Aerodynamik beeinflussen kann, das vergisst man nicht so schnell“, sagt Dr. Schön.

Schwerpunkt Lehrerausbildung:

Dass das TECHNOSEUM fester Bestandteil der Lehrerfortbildung über die Landesgrenzen von Baden-Württemberg hinaus ist, hat die Kuratoren der TÜV SÜD Stiftung zusätzlich überzeugt. Denn die Ausbildung von Lehrern in den MINT-Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik bildet einen besonderen Schwerpunkt beim Engagement gegen den Fachkräftemangel. Beispielsweise im Modellversuch Naturwissenschaft und Technik (NWT) für die Ausbildung von Grund- und Hauptschullehrern an der Universität Regensburg oder beim Projekt Lehramt MINtoring, bei dem die TÜV SÜD Stiftung und die Stiftung Deutsche Wirtschaft (SDW), gemeinsam daran arbeiten, dass mehr Schüler sagen: Ja, Mathe-, Physik- oder Chemielehrer – das will ich werden! Die Begeisterung für die Naturwissenschaften steht auch in der Bionik-Ausstellung auf dem Programm: „Der ein oder andere, der hier sieht, wie spannend man naturwissenschaftlichen Unterricht gestalten kann, ändert vielleicht sogar seinen Berufswunsch. Dieses Potenzial hat die Ausstellung auf jeden Fall“, so Dr. Schön.

Bildunterschrift: Bleibt das Blatt trocken? In der Bionik-Ausstellung kann man selbst ausprobieren, wie der Lotuseffekt funktioniert.

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