TÜV SÜD Stiftung Visiting Professorship


TÜV SÜD Stiftung Visiting Professorship eröffnet Professoren der Technischen Universität München und der Technischen Universität Dresden die Möglichkeit, Wissenschaftler und Experten von hohem internationalem Renommee für bis zu drei Monate einzuladen. Der TÜV SÜD Stiftung Visiting Professor bringt sich durch eine von ihm konzeptionell betreute und geleitete Fachveranstaltung in den akademischen Diskurs der Hochschule ein und tritt insbesondere in den Dialog mit Studierenden und Nachwuchswissenschaftlern. Diese profitieren von seiner Expertise und erhalten nachhaltige Impulse für die eigene berufliche Orientierung. Die Expertise des Gastprofessors soll dabei in folgenden Schwerpunktfeldern angesiedelt sein: Energieeffizienz und Klimaschutz, Prüfverfahren, Produkt- und Anlagensicherheit sowie Risiko- und Compliance-Management.


Professor Aldo Steinfeld

ETH Zürich

Professor Peter Lund

Aalto-Universität, Helsinki

Professor Aldo SteinfeldProfessor Peter Lund

Um die Klimaschutzziele zu erreichen, braucht es dringend neue Energietechnologien. Sie sind das Forschungsgebiet von Professor Aldo Steinfeld, ETH Zürich, und Professor Peter Lund von der, Aalto-Universität in Helsinki. Die Gastprofessoren forschten gemeinsam am Boysen-Graduiertenkolleg der TU Dresden – auf Einladung der TÜV SÜD Stiftung.

Professor Steinfeld will beispielsweise Autos und Flugzeuge mit Sonnenenergie antreiben. Dafür nutzt er einen Solar-Reaktor, der unter seiner Leitung am Lehrstuhl für erneuerbare Energieträger an der ETH Zürich entwickelt wird. Allerdings nicht für elektrischen Strom, sondern zur Produktion von flüssigen Treibstoffen, wie Benzin oder Kerosin. „Wir brauchen dazu keine fossilen Brennstoffe – nur drei Zutaten: Wasser, CO2 und die Sonne als Quelle sauberer, erneuerbarer Energie“, so Professor Steinfeld.

https://www.psi.ch/

www.easac.eu/energy/steering-panel/prof-peter-lund.html


Professor Alexej Bulgakov

Südwestliche Staatliche Universität Kursk

Professor Alexej BulgakovDer Einsatz von Robotern und modernster Computertechnologie spielt beim Bauen von morgen eine tragende Rolle. Die Automatisierung sorgt für mehr Effizienz, kürzere Bauzeiten, geringere Kosten. Höhere Effizienz, bessere Qualität und mehr Nachhaltigkeit: Themen, zu denen Professor Alexey Bulgakov forscht und lehrt. Der Spezialist für Automatisierungs- und Robotertechnik an der Südwestlichen Staatlichen Universität Kursk war für ein halbes Jahr zu Gast bei Institutsdirektor Professor Rainer Schach am Institut für Baubetriebswesen an der TU Dresden und bei Professor Thomas Bock, Leiter des Instituts für Baurealisierung und Baurobotik an der TU München. Der internationale Wissenschaftleraustausch wurde unterstützt von der TÜV SÜD Stiftung.

www.tu-dresden.de/bu/bauingenieurwesen/ibb


Professor Masayoshi Tomizuka

University of California, Berkeley

Professor Masayoshi TomizukaAutonome, miteinander vernetzte Fahrzeuge werden das Unfallrisiko in Zukunft stark senken. So prognostiziert es eine aktuelle Studie der TU Dresden zur Mobilität 2025. Maschinen sicherer zu machen – genau das ist auch ein Forschungsschwerpunkt von Professor Masayoshi Tomizuka von der University of California in Berkeley. Zum Wissensaustausch nahm er an der Summer School des Lehrstuhls für Kfz-Technik der TU Dresden teil – unterstützt durch die TÜV SÜD Stiftung.

Im Interview beantwortet Professor Tomizuka die Eingangsfrage so: „Maschinen natürlich. Ganz einfach, weil Menschen häufiger Unfälle verursachen. Beispiel sind junge Fahrer, die aus den verschiedensten Gründen häufiger Unfälle bauen, Senioren, deren Fahrtüchtigkeit nachlässt oder aber auch der Einfluss von Drogen am Steuer. Aber klar: Auch bei einer Maschine gibt es keine hundertprozentige Sicherheit. Trotzdem werden autonome Fahrzeuge in Zukunft weit weniger gefährlich sein als traditionelle.“

www.tu-dresden.de/bu/verkehr


Professor Marco Caccamo

University of Illinois

Professor Marco CaccamoBeim automatisierten Fahren müssen riesige Datenmengen in kürzester Zeit verarbeitet werden. Multicore-Prozessoren bieten hier eigentlich die passenden Rahmendaten. Tests zeigen jedoch, dass solche Prozessoren immer wieder Zeitverzögerungen verursachen können. Beim Arbeitsrechner, wo die Technologie heute Standard ist, kein Problem – auf der Straße jedoch wird es zu einem Sicherheitsrisiko. Wie man Multicore-Chips effizient macht und damit sicher bei der Entwicklung und Zertifizierung von systemkritischen eingebetteten Systemen, beispielsweise fürs Autonome Fahren, ist das Forschungsgebiet von Professor Marco Caccamo, University of Illinois. Er war für drei Monate Gast war bei Professor Samarjit Chakraborty, Lehrstuhl für Real-Time Computersystems an der TU München.


Professor Schwesinger

Technische Universität München (TUM)

Professor SchwesingerVibrieren, fließen, wärmen – die meiste Energie, die uns umgibt, bleibt ungenutzt. Das wollen Professor Schwesinger, Professor für Mikrostrukturierte mechatronische Systeme an der Technischen Universität München (TUM), und Professor Henry A. Sodano von der University of Florida, der für drei Monate an der Isar zu Besuch war, ändern. Die beiden Wissenschaftler arbeiten an sogenannten Energy Harvestern. Professor Schwesinger ist der Ingenieur, Professor Sodano liefert die Materialien. Eine ertragreiche Partnerschaft – gefördert durch die TÜV SÜD Stiftung.

www.mms.ei.tum.de


Professor Werner Lang

Technische Universität München (TUM)

Professor Werner LangHeizen, duschen, kochen, waschen und dabei noch Strom erzeugen? Sicher! So genannte Energie-Plus-Häuser sind bereits heute Realität. Was im Einfamilienhaus funktioniert, soll zukünftig auch in kompletten Wohnvierteln für mehr Energieeffizienz sorgen. Die Energieeffizienz von Häusern ist der Fokus von Professor Werner Lang, Lehrstuhl für energieeffizientes und nachhaltiges Planen und Bauen an der TUM. Er hat gemeinsam mit der University of Texas at Austin und mit Gastprofessor Mohamad T. Araji, University of Manitoba, erforscht, wie man mit Häusern der Zukunft einen positiven Fußabdruck bei der Energiebilanz erzeugen kann – beispielsweise in einem Stadtquartier ganz ohne Anschluss ans Strom- oder Fernwärmenetz.

www.enpb.bgu.tum.de